Riester-Reform 2027: Das ändert sich bei der geförderten Altersvorsorge
Zum 1. Januar 2027 tritt eine der größten Reformen der privaten Altersvorsorge seit Einführung der Riester-Rente in Kraft – nach über 20 Jahren wird die alte Dame in den wohlverdienten Ruhestand geschickt. Der Bundesrat hat das Altersvorsorge-Reformgesetz bereits im Mai 2026 beschlossen – für Sparer bedeutet das mehr Auswahl, aber auch neue Entscheidungen.
„Die einzige Konstante im Leben ist der Wandel.“
– Heraklit
Was ändert sich konkret?
- Neues Fördermodell – das Altersvorsorgedepot
Ab 2027 löst ein neues Modell die Riester-Rente ab. Sparer wählen zwischen Garantieprodukten (80–100 % Beitragserhalt) oder chancenorientierten Lösungen über Fonds und ETFs, ganz ohne Garantiezwang. - Mehr Förderberechtigte
Erstmals profitieren auch Selbständige und Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke – etwa Ärztinnen und Ärzte – von der staatlichen Förderung. - Bestandsschutz für bestehende Verträge
Wer vor dem 1. Januar 2027 einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, kann ihn unverändert mit der bisherigen Förderung weiterführen – oder freiwillig ins neue Modell wechseln.
Warum ist das wichtig für Sie?
Die Reform betrifft nicht nur Neuabschließende: Auch wer bereits einen Riester-Vertrag besitzt, sollte prüfen lassen, ob ein Wechsel ins neue Modell sinnvoll ist. Gerade der Verzicht auf die Beitragsgarantie eröffnet neue Renditechancen, bringt aber auch mehr Eigenverantwortung mit sich.
Mein Tipp als Versicherungsmakler:
Warten Sie nicht bis zum Jahreswechsel: Lassen Sie frühzeitig prüfen, ob Ihr bestehender Vertrag zu Ihnen passt oder sich der Wechsel ins neue, chancenorientierte Modell lohnt. Diese Entscheidung ist individuell verschieden und verdient eine persönliche Beratung – keine Bauchentscheidung am Silvesterabend.